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               Postkarte

Vor 1880
Das Gebäude, in dem der heutige Jägerhof untergebracht ist, hat eine lange Vergangenheit.
Es wurde zunächst als Wohnhaus mit Stallungen errichtet.

1888
Am 3. September 1888 stellt der "Gastwirth" R. Winter einen Bauantrag an das königliche
Bürgermeisteramt in Benrath gehorsamst den Antrag zur Genehmigung an seine in der
Dorfstraße gelegenen Wohnung Nr. 111 an der Nordseite Flur Vierzehn N 145/I 1 ein
Wirthszimmer in darunter liegenden Stallungen anbauen zu dürfen.

Daraus kann geschlossen werden, dass hier vorher eine bäuerliche Erwerbstätigkeit betrieben
wurde. Bereits am 4. September wurde die Genehmigung mit entsprechenden Auflagen "ertheilt".
Später ging der Besitz auf Emil Winter über, der mit Postkartensichten (s.o. eine colorierte
Grußkarten-Ansicht, die den Poststempel von 1903 trägt) aufmerksam machte. Bei dieser Ansicht
dürfte es sich um das Ursprungsgebäude mit dem bereits angebauten Wirthszimmer handeln.
Der Saalanbau ist hierauf noch nicht vorhanden.

1906
erfolgt eine weitere Baumaßnahme zur Saalerweiterung.

1925
Eine weitere Vergrößerung des Saales mit der Modernisierung der Toilettenanlagen wird beantragt.

1929
Die katholische Pfarre Herz-Jesu Urdenbac h übernimmt das Gebäude, um der Pfarrgemeinde und
den kirchlichen Vereinen einen Versammlungs- und Veranstaltungsraum anzubieten. Damit sollte
sich das katholische Vereinsleben weiter entwickeln und gefördert werden.
Vorangegangene Verhandlungen mit anderen Anbietern waren nicht erfolgreich. Die Gaststätte wurde
von der Pfarre verpachtet und sollte die Kosten des Hauses decken.
Nach dem Erwerb wurde der Gasthof zu Ehren des damaligen Dechanten, Peter Leonhard Jäger, als
"Jägerhof" benannt. Der Saal verfügte auch über eine Bühne, die bei Aufführungen des Theatervereins
und Veranstaltungen der Pfarre und anderer Ortsvereine vielfältig genutzt wurde.

1930
Die Pfarrgemeinde beantragt den Einbau einer Kegelbahn im Soutterain.

1940
wurde die bisherige Erlaubnis zu Filmvorführungen (der Gaufilmstelle) verlängert.

1979
gab es einen Umbau. Es erfolgte die Trennung des Saales von der Gaststätte, der nunmehr
ausschließlich als "Pfarrsaal" genutzt wurde. Während der Renovierung der Pfarrkirche diente
der Pfarrsaal lange Zeit als Notkirche. Fortan verfügte die Gaststätte nicht mehr über den Saal.

2007
Wiedereröffnung nach Komplettrenovierung unter dem neuen Pächter, Restaurant-Fachmann
Slobodan Dromljak. Von nun an sind wieder alle Säle dem Restaurant zur Nutzug als Geschäftsräume
angegliedert.


    Gasthaus mit alter Geschichte